berlin
Hier findet sich die Grundlage meiner Stadt
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Berliner Sagen und Geschichten
Durch Berlin fließt immer noch die Spree ..., heißt es in einem weitbekannten Lied. Die Spree, vor langer Zeit Zpriawa und auch Zpriawa genannt, floss hier schon, als es die Stadt noch gar nicht gab. An ihren Ufern meilenweit nichts als Schilf und Sumpf, nur ein einziger Übergang, nur eine alte Furt querte den Fluss. Sie durchschnitt die Spree in nordsüdlicher Richtung und bildete so den kürzesten Weg zwischen den Barnim, der Hochfläche im Norden von Berlin, und de schmalen Höhenzug des Teltow im Süden.
An diesem Spreeübergang liefen die beiden Handelsstraßen zusammen, die Magdeburg mit Oderberg und Leipzig mit Stettin, dem heutigen Szczecin, verbanden. Deshalb wurde die Furt auch schon bald aufgeschüttet und zum Mühlendamm ausgebaut. Und hier, an diesem Mühlendamm, an dessen Stelle sich die Mühlendammbrücke über den Fluss spannt, hier begann die Berliner Geschichte.
Südlich vom alten Mühlendamm, wo die Spree eine Insel von beträchtlicher Größe gebildet hatte, siedelten Fischer, denn es wimmelte im Fluss von Fischen. Sie legten den Fischmarkt an, erbauten sich Häuser und gleich auch die Petrikirche, deren letzter Neubau den Bomben des zweiten Weltkrieges zum Opfer fiel und nannten das Bauwerk nach Petrus, der den Fischern als Schutzheiliger galt. Ihrem kleinen Ort auf der Fischerinsel gaben sie den Namen Cölln - auch Kölln geschrieben-, der vielleicht von dem slawischen Wort kollen kommt; kollen heißt soviel wie: ein Hügel, der aus dem Wasser ragt.
Am nördlichen Spreeufer, den Cöllnern gegenüber, siedelten die Berliner. Sie betrieben auf dem Mühlendamm, den allerdings der Markgraf von Brandenburg zu seinem Eigentum erklärt hat, ein recht einträgliches Fuhrgeschäft. Sie legten den Olden Markt, den späteren Molkenmarkt, an, und auch sie errichteten sich Häuser und ein Kirche. Die nannten sie Nikolaikirche - nach dem Heiligen Nikolai von dem es hieß er beschütze Kaufleute und Schiffer. Auch Sie wurde mehrfach neu errichtet und oder umgebaut und nahm ebenfalls im zweiten Weltkrieg erheblichen Schaden. Nach jahrelanger sorgsamer Restaurierung ist sie 1987 in alter Harmonie und Schönheit wiederentstanden.
Die ersten Fuhrleute waren durch ihr Geschäft auf dem Mühlendamm schon bald so vermögend, dass sie sich einen zweiten Kichenbau leisten konnten. Sie nannten ihn Marienkirche und erbauten ihn nördlich von St. Nikolai, denn das kleine Berlin dehnte sich nach Norden aus.
Was der Name Berlin bedeutet? Niemand weiß es genau, denn fast alle früheren Urkunden, die Auskunft geben könnten, wurden im Jahre 1380, als ein Brand die Stadt nahezu vollständig vernichtetet, ein Opfer, der Flammen. Mit dem Bäre, der 1280 erstmals auf einem Berliner Stadtsiegel auftauchte, und der seit 1338 das Wappentier der Stadt ist, hat der Name Berlin wirklich gar nichts zu tun. Ebendsowenig wie mit Albrecht den Bären.
Der herrschte zwar von der damaligen Hauptstadt Brandenburg aus über die ganze Mark Brandenburg und ihre reichste Stadt, Berlin, aber er führte keinen Bären, er führte einen Adler in seinem Wappen. Und ein Adler war es auch, der das erste Berliner Stadtwappen zierte. Aber vielleicht hat der Name Berlin etwas mit dem slawischen Wort berli zu tun. Es bedeutet etwa: ein unter Wasser aufgestelltes Gitter, das Fischschwärme aufzufangen vermag.
Schriftliche Nachricht gibt es seit 1244 von Berlin. Da sich die beiden Spreestädte Berlin und Cölln aber 1307 zusammentaten und einen ersten gemeinsamen Magistrat wählte, gilt nicht das Jahr 1244 sonder das Jahr 1237 als Gründungsjahr der Doppel- oder auch Zwillingsstadt, denn Cölln, der ältere der beiden Orte würde urkundlich bereits 1237 erwähnt.
Christel Foerster
Wer Bilder über Berlin und seine Gründerzeit sehen möchte kann unter http://www.brandenburg1260.de/berlin.html nachschauen.
Sprüche
Durch Berlin fließt immer noch die Spree, dichte bei ist noch der Müggelsee, ringsherum blüht noch der Grunewald, wo's was grünes gibt, für jung und alt! Wenn die tollsten Dinge in der Welt passier'n, der Berliner wird nicht den Humor verlier'n! Er hält stolz die Nase in die Höh: denn durch Berlin fließt immer noch die Spree!